Fallschirmsprung

Für Fallschirmabsprünge im kontrollierten Luftraum ist eine Flugverkehrskontrollfreigabe bei der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle einzuholen (LuftVO § 16a). Genaueres regelt NfL I - 59/07. Für die Beantragung gilt: 

Sprungvorhaben, die 
  • ein Gebiet mit mehr als 2 NM Radius benötigen,
  • im Luftraum C oder D (nicht Kontrollzone) unterhalb FL 100 im Nahbereich von Verkehrsflughäfen stattfinden,
  • in einer Kontrollzone (Luftraum D) stattfinden,
  • in Flugbeschränkungs- oder Gefahrengebieten,
  • bei Nacht im kontrollierten Luftraum stattfinden,
  • in weniger als 2 NM Entfernung von der Staatsgrenze der Bundesrepublik Deutschland und/oder
  • über einen Beantragungszeitraum von mehr als drei Tagen stattfinden
sind mit einem Vorlauf von acht Werktagen schriftlich per Telefax mit Antragsformular bei der zuständigen DFS-Niederlassung zu beantragen. Das Antragsformular finden Sie in der Infobox links. Sprungvorhaben, für die die oben aufgeführte Kriterien nicht zutreffen, können vereinfachte Verfahren mittels Antragsformular bei der NOTAM-Zentrale der DFS bis mindestens 48 Stunden vorab per Telefax beantragt werden.

Wichtige Hinweise
Für die zusätzliche Aktivierung einer Sprungzone ist der Antrag mindestens fünf Stunden vor dem geplanten Sprungbetrieb an die zuständige DFS-Stelle zu übermitteln.
Ansonsten bitte den Antrag spätestens 48 Stunden (vereinfachtes Antragsverfahren) vor Aufnahme des Sprungbetriebs per E-Mail/Telefax an das DFS-NOTAM-Office übermitteln, zwecks Herausgabe einer Navigationswarnung. Eine Antwort des NOTAM-Office erfolgt nur, falls Rückfragen erforderlich sind.
Achtung: Bitte am Sprungtag eventuelle Zusatzaktivierungen oder Neueinrichtungen (z. B. für militärische Übungen) von Flugbeschränkungs- und Gefahrengebieten beim AIS-C erfragen!