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Nachtflüge
Die Problematik nächtlicher Flüge ist seit langer Zeit Thema heftiger Auseinandersetzungen im politischen Bereich und auf Seiten der Fluggesellschaften. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist dabei in keiner Weise zuständig für entsprechende Genehmigungen, ob und wann nachts geflogen werden darf. Die Regelung der Nachtflugverbote obliegt der Genehmigungsbehörde eines Flughafens – wie z.B. dem HMWVL für den Flughafen Frankfurt.

Die DFS „verwaltet“ lediglich Flüge – am Tag ebenso wie in der Nacht.

NIROS (Noise Impact Reduction and Optimization System)
Um bereits bei der Flugroutenplanung Aspekte der Lärmbelastung zu berücksichtigen, betreibt die DFS das Planungswerkzeug NIROS. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsdichte werden damit Standardabflugstrecken (engl. Standard Instrument Departures, kurz: SID) hinsichtlich ihrer Lärmbelastung auf die Bevölkerung optimiert. Basierend auf wissenschaftlichen Grundlagen und Erkenntnissen ist NIROS ein dem Stand der Technik entsprechendes Hilfsmittel zur Festlegung sogenannter Lärmminderungsstrecken (engl.: Minimum Noise Routings). Es entstand ursprünglich an der Technischen Hochschule Darmstadt und wird jetzt von der DFS genutzt und weiterentwickelt.

Notverfahren
Im Luftverkehr unterscheidet man zwischen diversen Notfällen und entsprechenden Notverfahren (Emergency). Gemäß dem international gültigen ICAO-Abkommen hat die Cockpit-Crew jedes Flugzeugs, das sich in einer Notlage befindet, alleiniges Entscheidungs- und Handlungsrecht. Demnach ist der Kapitän verantwortlich für die Sicherheit der ihm anvertrauten Passagiere. Tritt ein Notfall ein, bietet ihm der zuständige Fluglotse jede Hilfe und Unterstützung an. Aber auch der „Pilot in Command“ kann Entscheidungen etwa über Kurs und Flughöhe treffen. Diese hat er dem Lotsen mitzuteilen, dessen Aufgabe dann auch darin besteht, mögliche Konfliktsituationen mit anderen Luftfahrzeugen zu vermeiden.