Luftverkehr 2025 in Deutschland: mehr Flüge, gute Pünktlichkeit

Der Luftverkehr in Deutschland hat nach den pandemiebedingten Rückgängen der Vorjahre im Jahr 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Die Zahl der Drohnensichtungen ist angestiegen. Klimawandel und Digitalisierung sind die Themen der Zukunft. 

Spitzenwerte bei Flugbewegungen 
Drei Millionen (3,071) Flugbewegungen fanden im Jahr 2025 im deutschen Luftraum statt. Dies ist ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2,969 Millionen). Mehrfach wurde in diesem Jahr die Marke von über 10.000 Flügen täglich im deutschen Luftraum überschritten. Spitzentag war der 18. Juli 2025 mit 10.220 Flügen. Ein solches Verkehrsaufkommen gab es zuletzt im Jahr 2019.  
 
Diese Zahlen unterstreichen das erneute Wachstum des Luftverkehrs nach Corona, obgleich sie noch immer unter dem Vorkrisenniveau liegen. 

Geringer Anteil der Flugsicherung an Gesamtverspätungen 
Trotz des gestiegenen Verkehrsaufkommens konnten die Verspätungen im Vergleich zum Vorjahr stark gesenkt werden. Die Maßnahmen zur Effizienz- und Kapazitätssteigerung zeigen Wirkung: Um die Arbeit der Fluglotsen produktiver zu gestalten, wurden die Flugsicherungssysteme verbessert und das Management des Luftraums optimiert. Auch die verstärkte Personalgewinnung zur Nachführung von Fluglotsen wirkt sich positiv aus. Im vergangenen Jahr stellte die DFS 140 Nachwuchskräfte ein, für 2026 sind 150 Neueinstellungen geplant.  
 
Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass Verspätungen zahlreiche Ursachen haben und die Flugsicherung nur einen sehr geringen Anteil daran trägt. Die durchschnittliche flugsicherungsbedingte Verspätung liegt aktuell bei rund 30 Sekunden pro Flug (2024: 50 Sekunden). 

Behinderungen durch Drohnen werden vermehrt gemeldet 
Bis zum 31. Dezember 2025 wurden im deutschen Luftraum 225 Behinderungen durch Drohnen registriert – das sind deutlich mehr als im Jahr 2024 mit 161 Ereignissen. Die DFS nimmt dieses Thema sehr ernst, stimmt sich bei jeder einzelnen Sichtung eng mit ihren Partnern am Flughafen ab und reagiert umgehend, um den sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten.  
 
Seit dem Jahr 2025 sind zudem Einheiten der Bundespolizei mit Detektionssystemen ausgestattet, sodass der deutliche Anstieg der Meldungen auch auf diese technologische Verbesserung zurückzuführen sein könnte. 

Digitalisierung 
Seit Jahren schon setzt die Flugsicherung auf Modularisierung ihrer Systeme, um Digitalisierungsprozesse zu beschleunigen. Die Idee der Aufteilung komplexer Systeme in kleinere, unabhängige Module, die flexibel kombiniert und angepasst werden können, findet breite Zustimmung in der europäischen Flugsicherungswelt und wurde im Jahr 2025 wesentlich vorangetrieben. 

Umwelt und Klimawandel im Fokus 
Der Klimawandel hat Einfluss auf die Arbeit der DFS. Zunehmende heftige Gewitter, Starkregen oder die drohende Überhitzung von Infrastruktur wie Runways können operative Abläufe beeinträchtigen. Eine im Jahr 2025 gegründete Arbeitsgruppe befasst sich intensiv mit diesen Themen und möglichen Lösungen. Zudem wurden die Koordinationsverfahren bei extremen Wetterereignissen optimiert. Hierdurch konnten die Verspätungen im Luftverkehr zusätzlich reduziert werden.    
 
Optimismus für die Zukunft 
„2025 war ein Jahr mit erheblichen Verbesserungen für den Luftverkehr“, sagt Dirk Mahns, Geschäftsführer Flugsicherungsbetrieb. „Wir sehen eine erneute Steigerung des Verkehrsaufkommens bei hoher Pünktlichkeit nach Corona.”  

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Ute Otterbein
 
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Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.800 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2025). Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.200 Fluglotsinnen und Fluglotsen leiten jährlich mehr als drei Millionen Flüge durch den deutschen Luftraum, täglich bis zu 10.000. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Bremen, Karlsruhe, Langen und München sowie Tower an den 15 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Die Tochtergesellschaft DFS Aviation Services GmbH vermarktet flugsicherungsnahe Produkte und Dienstleistungen und ist für die Flugverkehrskontrolle an neun deutschen Regionalflughäfen sowie am Flughafen Edinburgh verantwortlich. Die DFS arbeitet maßgeblich an der Integration von Drohnen in den Luftverkehr und hat mit der Deutschen Telekom das Joint Venture Droniq GmbH gegründet. Das Tochterunternehmen R. Eisenschmidt GmbH vertreibt Publikationen und Produkte für die Allgemeine Luftfahrt, die Kaufbeuren ATM Training (KAT) bildet militärisches Flugsicherungspersonal aus, und das Joint Venture FCS Flight Calibration Services bietet Flugvermessungsdienstleistungen an.