DFS bereitet sich auf BER-Eröffnung vor

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), hat am Freitag den konkreten Eröffnungstermin des Hauptstadtflughafens BER bekanntgegeben. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH steht nun abermals in den Startlöchern.

29.11.2019.- Die Geschäftsführung der DFS begrüßt die Festlegung eines konkreten Termins für die Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens BER durch die FBB-Geschäftsführung. „Nach Jahren der Unklarheit und Terminverschiebungen haben wir nun eine Grundlage, auf der wir planen können“, sagt DFS-Chef Prof. Klaus-Dieter Scheurle. „Die DFS hat bereits mit ihren Vorbereitungen für diesen Termin begonnen. Wir sind auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen und freuen uns darauf, wenn der Flughafen im Oktober nächsten Jahres startet.“

Geänderte Rahmenbedingungen

Seit dem 25. März 2012 ist der neue DFS-Kontrollturm für den BER in Betrieb; von dort wird seither der Verkehr des Schönefelder Flughafens kontrolliert. Seit der ursprünglich geplanten Inbetriebnahme vor acht Jahren haben sich die Rahmenbedingungen am BER erheblich gewandelt. So ist der Luftverkehr in der Bundeshauptstadt seit 2012 um 20 Prozent gestiegen, das Passagieraufkommen sogar um fast 40 Prozent. Die Folge waren zahlreiche Änderungen am Boden – von der Einführung einer virtuellen Trennlinie durch das Hauptvorfeld bis zur Weiternutzung des Schönefelder Terminals.  

Daraus resultieren neue betriebliche Herausforderungen für die DFS. Unter anderem müssen die Luftfahrzeuge nun in der Luft statt am Boden sortiert werden, um lange Rollwege und Bahnkreuzungen zu vermeiden. „Dies macht die tägliche Arbeit der Fluglotsen deutlich komplexer. Wir werden deshalb das erste Jahr auch nutzen, um Erfahrungen zu sammeln. Dort, wo es notwendig ist, werden wir dann Betriebsverfahren anpassen“, sagt Prof. Scheurle.

 „Die DFS wird bereit sein“

Das Training der künftigen Flug- und Rollverfahren am BER erfolgt im Simulator maßgeschneidert für alle betroffenen Lotsen – sowohl in der Kontrollzentrale Bremen als auch für den Tower BER. Für das Training der Berliner Towerlotsen hat die DFS eigens einen 3D-Simulator vor Ort aufgebaut. „Angesichts des gestiegenen Verkehrs ist es eine herausfordernde Aufgabe, alle Fluglotsen für die BER-Verfahren zu trainieren und gleichzeitig den Betrieb an beiden Berliner Flughäfen ohne Einschränkungen aufrecht halten zu können. Aber wir sind darauf vorbereitet und werden, wie schon 2012, pünktlich bereit sein“, sagt der CEO. 


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Seit dem 25. März 2012 ist der neue DFS-Kontrollturm für den BER in Betrieb; von dort wird seither der Verkehr des Schönefelder Flughafens kontrolliert.

Die Fluglotsen der DFS Kontrollzentrale in Bremen kontrollieren den gesamten norddeutschen Luftraum, auch die An- und Abflüge der Berliner Flughäfen. 


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Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.500 Mitarbeitern (Stand 30.06.2019). Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.000 Fluglotsen leiten täglich bis zu 10.000 Flüge durch den deutschen Luftraum, im Jahr mehr als drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Tower an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Die Tochtergesellschaft DFS Aviation Services GmbH vermarktet flugsicherungsnahe Produkte und Dienstleistungen und ist für die Flugverkehrskontrolle an neun deutschen Regionalflughäfen sowie an den Flughäfen London-Gatwick und Edinburgh verantwortlich. Seit 2016 arbeitet die DFS an der Integration von Drohnen in den Luftverkehr und hat mit der Deutschen Telekom das Joint Venture Droniq GmbH gegründet. www.dfs.de