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Sicherheit und Lärmschutz haben höchste Priorität

60 Jahre Flugsicherung in Deutschland, 20 Jahre DFS

04.06.2013.- Die Flugsicherung in Deutschland feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag. Am 7. Juli 1953 wurde die Bundesanstalt für Flugsicherung (BFS) gegründet - 1993, also vor 20 Jahren, übernahm die neu gegründete DFS Deutsche Flugsicherung GmbH die Flugverkehrskontrolle im deutschen Luftraum. Das Flugverkehrsaufkommen ist von 130.000 im Jahr 1953 auf mittlerweile rund drei Millionen Flugbewegungen gestiegen und damit mehr als zwanzigmal so groß wie damals. „Die Sicherheit im deutschen Luftraum“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung, Prof. Klaus-Dieter Scheurle, „bewegt sich nach wie vor auf höchstem Niveau.“

In einer Pressekonferenz stellte der DFS-Chef am Dienstag die aktuellen Verkehrs-, Sicherheits- und Pünktlichkeitszahlen vor. Mit 2.993.866 Flugbewegungen ist der Flugverkehr in Deutschland im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent zurückgegangen. 2011 kontrollierten die Fluglotsen der DFS noch 3,06 Millionen Flüge. Die schwache Konjunktur und den hohen Ölpreis, der die Fluggesellschaften zu extremen Sparmaßnahmen zwingt, macht Scheurle für den Rückgang verantwortlich. Auch in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres ist ein Rückgang der Verkehrszahlen zu beobachten, ein Anstieg wird erst für das kommende Jahr erwartet.

Das Sicherheitsniveau im deutschen Luftraum ist unverändert hoch. So zählte die unabhängige Expertenkommission APEG (Aircraft Proximity Evaluation Group) drei Vorfälle der Kategorie A (unmittelbare Gefährdung) und keinen Vorfall der Kategorie B (Sicherheit nicht gewährleistet). Die DFS verursachte keinen dieser Vorfälle. Im vergangenen Jahr waren es ebenfalls drei der Kategorie A und einer in der Kategorie B.

Die Pünktlichkeit hat sich abermals verbessert. So erreichten knapp 96 Prozent aller Flüge ohne flugsicherungsbedingte Verspätung und nahezu ohne Umwege ihr Ziel.

Zum Thema „aktiver Lärmschutz“ stellte Scheurle die von der DFS umgesetzten Maßnahmen vor und erläuterte an Hand von Radarauf-zeichnungen, wo sich die Situation für die Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Main-Gebiet verbessert habe. Seit dem 18. Oktober 2012 wurden die sogenannten Gegenanflüge um 300 Meter (1.000 Fuß) angehoben, die Eindrehbereiche in den Endanflug verschoben und der Gleitweg für die neue Nordwest-Landebahn von 3,0 auf 3,2 Grad angehoben. Bei allen drei Maßnahmen zeigt sich in den Radaraufzeichnungen, dass sie eine deutliche Entlastung in dichtbesiedelten Gebieten gebracht haben. Scheurle betonte, dass die DFS an weiteren lärmschonenden Verfahren arbeite und alles daran setze, um die Situation für die Bevölkerung so erträglich wie irgend möglich zu gestalten. „Sicherheit und Lärmschutz haben für die DFS höchste Priorität“, so der DFS-Chef in seinem Resümee.


Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 6.000 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr rund drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.