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Glossar Flugsicherung
In unserem Glossar Flugsicherung können Sie die gebräuchlichsten Ausdrücke und Abkürzungen nachschlagen.

Zielkonflikte

Fluglärmminderung und CO2-Vermeidung – ein Zielkonflikt
Die Vorgaben sind streng: Im Rahmen des Single European Sky (einheitlicher Luftraum über Europa, SES) werden den Flugsicherungsunternehmen aller Mitgliedstaaten strenge Vorgaben auferlegt. So müssen die Flugwege im SES-Raum bis 2014 um 0,75 Prozentpunkte verkürzt und die Pünktlichkeit pro Flug verbessert werden – und das bei mindestens gleichbleibender Sicherheit und steigendem Verkehr.

Im Flughafennahbereich lassen sich die Vorgaben der Europäischen Kommission nicht, oder nur bedingt umsetzen. Neben der Sicherheit und der zu erfüllenden Kapazitätswerte hat der Schutz vor unzumutbarem Fluglärm Vorrang gegenüber der kürzesten Strecke, also dem Ausstoß zusätzlicher CO2-Emissionen. Insbesondere im Abflugbereich werden oftmals lange Umwege in Kauf genommen, um dicht besiedelte Städte und Gemeinden nicht direkt zu überfliegen.

Allerdings lassen sich selbst in so dicht besiedelten Gebieten wie beispielsweise dem Rhein-Main-Gebiet nicht alle Städte umfliegen. Zu dicht liegen diese am Flughafen, sodass eine Lärmminderung nur in Form einer Verschiebung hin zu kleineren Gemeinden mit geringeren Betroffenenzahlen erfolgen kann.

Fluglärmminderung durch spezielle An- und Abflugverfahren
Die mit einem Flughafenbetrieb einhergehende Fluglärmbelastung hängt primär von der Anzahl der genehmigten Flugbewegungen sowie dem eingesetzten Fluggerät ab. Eine erhebliche Reduktion der Lärmimmission lässt sich aus diesem Grund auch nur bei der Anpassung der beiden genannten Faktoren erzielen. Kleinere Beiträge zur Lärmreduktion können spezielle Verfahren im An- oder Abflugbereich (wie etwa CDO, Low Drag/Low Power, Point Merge, Einzelfreigaben) bieten, jedoch sind die erzielten Effekte vergleichsweise gering.