Standortmanagement

In der DFS sind Umweltaspekte nicht nur im operativen Bereich zentrales Thema: Als verantwortungsbewusstes und hoch technisiertes Unternehmen verfolgt die DFS das Ziel, umweltfreundliche Prozesse und Verfahren in allen Unternehmensbereichen einzusetzen und weiterzuentwickeln. Bei Planung, Bau und Sanierung von Gebäuden und Anlagen gilt die Prämisse, Ressourcen zu schonen und erneuerbare Energien einzusetzen. Gleichzeitig ist es der DFS ein Anliegen, an allen Standorten den Verbrauch von Wasser, Strom, sonstigen Energieträgern sowie die Abfallmenge kontinuierlich zu reduzieren. 

Umweltbewusste Energiegewinnung
Die Absicht, umweltverantwortlich zu handeln, zeigt sich in der gesamten Energieschöpfungskette, an deren Anfang die unternehmenseigene Energiegewinnung steht: In der Energiezentrale werden auf Basis des Hauptbrennstoffs Erdgas nach dem ressourcenschonenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) die o. g. Medien erzeugt. Der durchschnittliche Jahresbrennstoffnutzungsgrad der Anlage liegt bei ca. 80 Prozent. D.h. etwa 80 Prozent der im Brennstoff gebundenen Energie werden ganzjährig in Nutzenergie umgewandelt. Im Vergleich zu einer getrennten Erzeugung von Strom und Dampf/Wärme/Kälte führt dies zu einer erheblichen Reduzierung der eingesetzten Brennstoffmenge und der daraus resultierenden CO2-Emissionen.

Nutzung von Solarenergie und „grünem Strom“
Die DFS-Standorte sind über ganz Deutschland verstreut. Zu ihnen gehören nicht nur Kontrollzentralen und Tower, sondern auch Radar- und Funkanlagen. Allen Standorten ist ein hoher Strombedarf gemeinsam – denn sie laufen das ganze Jahr rund um die Uhr. Es ist der DFS ein wichtiges Anliegen, Strom aus erneuerbaren Energien zu nutzen und damit die Umwelt zu schonen.

Mit dem Bau einer Solaranlage auf dem Dach der Flugsicherungsakademie in Langen geht die DFS ihren Weg der ressourcenschonenden Erzeugung von Energie konsequent weiter. Auf einer Dachfläche von 2.500 Quadratmetern wurden 496 Solarmodule aufgestellt. Die Anlage ist seit 2009 in Betrieb. 

Bei den Solarmodulen entschied sich die DFS für einen deutschen Anbieter. Tests bescheinigten dem Unternehmen damals den kleinsten „CO2-Fußabdruck“ unter den Herstellern. Mit Hilfe einer Anlagenüberwachung kann die DFS die Menge des erzeugten Stroms genau erfassen und analysieren. 

Darüber hinaus hat sich die DFS für einen Strombündelungsvertrag aus 100 Prozent regenerativen und CO2-freien Energien entschieden. 

Das ökologische Abfallkonzept der DFS
Wie bei der Energiegewinnung sieht sich die DFS auch bei der Entsorgung von Abfällen verpflichtet, ihre Ökobilanz konsequent zu optimieren. Vom Altöl bis zu Waschflüssigkeiten, von Batterien bis Biomüll: Die DFS sortiert insgesamt circa 50 verschiedene Abfallarten. Getrennt und erfasst werden sie nach Zusammensetzung und Schädlichkeit für Mensch und Umwelt. Dabei stellen rechtliche, unternehmerische und umweltpolitische Auflagen besondere Anforderungen an die Abfallentsorgung. Für die Einhaltung dieser Standards ist das DFS-Abfallmanagement gemeinsam mit ausgesuchten und zertifizierten Entsorgern verantwortlich. Hier gilt das Prinzip: Eine wirtschaftliche Entsorgung reicht nicht aus, sie muss auch umweltschonend sein.

Vermeidung steht im Vordergrund
Der wirksamste Ansatz in einem ökologischen Abfallkonzept ist, bereits die Entstehung von Abfall zu vermeiden. Wo er sich nicht vermeiden lässt, wird er recycelt. Ziel der DFS ist es, Abfälle bereits am Entstehungsort sortenrein zu trennen. So werden natürliche Ressourcen geschont, Entsorgungskosten gespart und schädliche Auswirkungen auf die Umwelt begrenzt. 

Die wenigen Abfälle, die sich nicht recyceln lassen, werden nach dem „Waste-to-Energy“-Prinzip verwertet oder schadlos beseitigt.

Energieoptimierte Standorte
Der sinnvolle Einsatz erneuerbarer Energien zeigt sich auch in der 2002 fertiggestellten Unternehmenszentrale in Langen. Sie wurde als Niedrigenergie-Gebäude. Dies wird unter anderem durch den Einsatz von Wärmepumpen erreicht. Diese Technik ermöglicht im Sommer die Kühlung sowie im Winter die Erwärmung des Gebäudes mit Hilfe der im Erdreich gespeicherten Wärmeenergie. Auf diese Weise können rund drei Viertel des Kälte- und Wärmeenergiebedarfs der Unternehmenszentrale gedeckt werden.

Darüber hinaus sorgt eine offene Gebäudearchitektur für eine optimale Nutzung des Tageslichts und helle Büros. Die Beleuchtung der Büros wird über sogenannte Präsenzmelder gesteuert. Dadurch lässt sich unnötiger Stromverbrauch vermeiden.

Für die Toilettenspülungen im Gebäude wird Regenwasser verwendet. Im Rahmen des Wettbewerbs „Energieland Hessen“ erhielt die DFS 2002 eine Auszeichnung des Hessischen Umweltministeriums für ihr fortschrittliches und Ressourcen schonendes Technikkonzept der Unternehmenszentrale.

Die DFS sieht diesen Preis als Bestätigung ihres Engagements im Umweltschutz.

Energiebewusste Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen
Dieses bewährte Konzept setzt die DFS natürlich auch in ihren laufenden sowie zukünftigen Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben fort: Flugsicherungstechnik benötigt viel Energie – und das nicht nur wegen ihres permanenten Einsatzes. Sowohl die Lotsenarbeitsplätze und die für die Flugsicherung notwendigen Rechencenter als auch deren Klima- und Lüftungstechnik verbrauchen viel Strom. Auch hier hat die DFS Optimierungspotenziale ausgemacht.