Luftfahrzeugannäherung

Wie ist es um die Sicherheit im Luftverkehr bestellt? Dies ist keine Frage der Interpretation, sondern die Angelegenheit von Experten. Einer ICAO-Empfehlung folgend, wurde die Aircraft Proximity Evaluation Group (APEG) gegründet – eine unabhängige Expertengruppe, die sich aus Vertretern der Fluggesellschaften, der Allgemeinen Luftfahrt, der Luftwaffe und der Flugsicherung zusammensetzt. Unter Leitung des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung (BAF) untersucht die APEG Luftfahrzeugannäherungen (AIRPROX), die von Flugzeugbesatzungen und Fluglotsen als sicherheitsrelevant gemeldet werden – die Fälle also, bei denen mindestens einer der Beteiligten sich gefährdet fühlte beziehungsweise die Sicherheit gefährdet sah.

Diese sogenannten Luftfahrzeugannäherungen werden analysiert und hinsichtlich Verursacher- und Gefährdungspotenzial bewertet. Die langfristige Entwicklung der APEG-Zahlen macht deutlich, dass sich das Sicherheitsniveau im Luftverkehr immer weiter verbessert hat. Obwohl das Verkehrsaufkommen im Jahr 1975 weniger als ein Viertel des heutigen betrug, stufte die APEG seinerzeit 210 Luftfahrzeugannäherungen in die Kategorien A und B ein. Heute gibt es rund 3 Millionen Flüge im deutschen Luftraum. Die APEG-Zahlen dagegen sind deutlich gesunken. Seit 2003 liegt die Zahl der Luftfahrzeugannäherungen in den Kategorien A und B im einstelligen Bereich.