Glossar Flugsicherung
In unserem Glossar Flugsicherung können Sie die gebräuchlichsten Ausdrücke und Abkürzungen nachschlagen.

Validierung von UAS zur Integration in den Luftraum

Unbemannte Luftfahrzeuge (UAS – Unmanned Aircraft System) werden zunehmend sowohl im militärischen als auch im zivilen Einsatz verwendet. Das Flugzeug fliegt dabei in der Regel ohne einen Piloten an Bord und wird vom Boden aus gesteuert.

Die mögliche Integration dieser Systeme in den Luftraum außerhalb von Flugbeschränkungsgebieten stellt eine große Herausforderung dar, die im Rahmen von Simulationen und Flugversuchen mit gesteuerten UAS unter DFS-Beteiligung untersucht wurde. „See and Avoid“ (sinngemäß „aufpassen und vermeiden“) ist das Prinzip, auf welchem die Kollisionsvermeidung im Luftverkehr beruht. Da beim UAS kein „direktes Sehen“ durch den Piloten möglich ist, müssen technische Lösungen für ein „Detect and Avoid“ gefunden werden.

Ein mögliches Konzept zur sicheren Integration basiert auf der Transponder-Ausrüstung sowohl des UAS als auch des umgebenden Verkehrs. Der UAS-Bediener am Boden wird dabei von einem Kollisionsschutzsystem bei der Konflikterkennung und -lösung unterstützt. Als Eingangsdaten für dieses System dienen Radardaten sowohl des UAS als auch des Umgebungsverkehrs. Dieses Konzept wurde in realen Flugversuchen untersucht, wobei das UAS innerhalb eines aktivierten Flugbeschränkungsgebietes flog. In einer ersten Stufe wurde das UAS durch simulierten Verkehr hindurch gesteuert. In einer zweiten Stufe ersetzte ein reales Luftfahrzeug den simulierten Umgebungsverkehr und flog  Annäherungssituationen.

Eine Integration von UAS auf Basis der Radardarstellung des Verkehrs und des verwendeten „Detect and Avoid“-Systems scheint demnach prinzipiell möglich. Für eine endgültige Entscheidung sind aber noch weitere Arbeiten notwendig.