Glossar Flugsicherung
In unserem Glossar Flugsicherung können Sie die gebräuchlichsten Ausdrücke und Abkürzungen nachschlagen.

Echtzeit- & Schnellzeitsimulationen

Echtzeitsimulationen
Wie können Lotsen unter geänderten Bedingungen (z.B. Luftraum, Verfahren) effektiv und sicher arbeiten? In Echtzeitsimulationen arbeitet der Lotse in einer künstlich erzeugten Arbeitsumgebung, ähnlich wie ein Pilot in einem Flugsimulator. Aufgrund der experimentellen Rahmenbedingungen kann die gesamte Mensch-Maschine-Schnittstelle optimal kontrolliert und bis ins Detail untersucht werden. Die Echtzeitsimulation bindet den Menschen in die Bewertung neuer Konzepte und Verfahren direkt ein. Die hochmodernen Echtzeitsimulatoren der DFS für die Strecken- und Anflugkontrolle sowie für Platz- und Vorfeldkontrolle bieten eine erstklassige Plattform in der Ausbildung von Flugsicherungspersonal als auch in der Forschung und Entwicklung.

Schnellzeitsimulationen
Wie können Lufträume, Kapazitäten an Flughäfen und Drehkreuze von Fluggesellschaften am besten organisiert und genutzt werden? Anstelle einer detailgetreuen Nachstellung der Arbeitstätigkeit des Lotsen am Arbeitsplatz basieren Schnellzeitsimulationen auf Modellen der Lotsentätigkeit. Ihr entscheidender Vorteil liegt aber im vergleichsweise geringen zeitlichen, infrastrukturtechnischen und personellen Aufwand, der für die Untersuchung einer Vielzahl unterschiedlicher Konfigurationen notwendig ist. Schnellzeitsimulationen erlauben innerhalb kürzester Zeit und auf ökonomische Weise zuverlässige Bewertungen neuer und Optimierungen bestehender Lösungen.

Die mittels Simulationen gewonnenen Ergebnisse erlauben umfangreiche Analysen zu Produktivitätskennzahlen (Sektorbewegungen, Verweildauer, Auslastung etc.), Arbeitslast, Verkehrsdichte, Kapazität, Anzahl an Konflikten, Verzögerungen, Gebrauchstauglichkeit von Flugsicherungssystemen und der Mensch-Maschine-Schnittstelle.