Customer-Newsletter Ausgabe 09|2012


Rhein Radar AIRAC operational information AIRAC 18 OCT 2012
Verlagerung Oberer Luftraum von München nach Karlsruhe - Projekt VOLMuK

WAS?
Verlagerung des Oberen Luftraumes (FL 315+) von der NL (Niederlassung) München an die NL Upper in Karlsruhe
WANN?
Die Betriebsaufnahme der erweiterten Zuständigkeit der NL Karlsruhe ist für die Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2012 geplant
WARUM?
Strategische Zusammenführung des Oberen Luftraumes in die NL Upper in Karlsruhe
Optimale Nutzung des auf großflächige Lufträume zugeschnittenen „very advanced“ ATS System P1/VAFORIT

WIRKUNG (Auswirkungen)
- Optimierte Verkehrsführung innerhalb des großflächigen lateralen Zuständigkeitsbereiches durch Entfall der lateralen Schnittstelle München/Karlsruhe

„Night Live Operations“ und „Weekend Live Operations“
Zur Verifizierung und Absicherung der mit der Umsetzung verbundenen Umschaltvorgänge und Adaptionsanpassungen werden im Zeitraum November und Anfang Dezember 2012 insgesamt 4 ostattfinden. Dies sind zwei sogenannte „Night Live Operations“, die über mehrere Stunden zu verkehrsschwachen Zeiten in der Nacht stattfinden, gefolgt von zwei „Weekend Live Operations“ in denen für jeweils 48 Stunden die Kontrolle des Luftraumes aus der Kontrollzentrale Karlsruhe heraus erfolgt. Konkrete Auswirkungen auf den Kunden werden in diesen Phasen nicht erwartet, können jedoch aufgrund der Komplexität des Maßnahmenpaketes nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Mit der Betriebsaufnahme (Cutover) des erweiterten Luftraumes in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2012 wird dann dauerhaft der Betrieb der verlagerten Sektoren aus der Kontrollzentrale Karlsruhe heraus erfolgen.

Zur Absicherung der Erstbetriebsphase werden wir anfänglich die Kapazitätswerte der betroffenen Sektoren um einen Wert von ca. 20% reduzieren. Dieser Wert wird täglich überprüft und den Möglichkeiten entsprechend auf Sektorbasis angepasst. Aufgrund von Erfahrungen und Annahmen ist zu erwarten, dass Ende Februar 2013 die bisherigen Kapazitätswerte der Sektoren wieder erreicht werden können.perationelle Vorbetriebsphasen


Bei betrieblichen Fragen ist das Karlsruher Flow Office täglich zwischen 11.00 - 17.00 Uhr Ortszeit unter der Nummer +49 721 6903-107 zu erreichen.

Im Fall von Problemen mit Streckenprofilen möchten wir Sie bitten, sich mit unserem OPS Supervisor oder der FMP Rhein fmp-rhein@dfs.de , Telefon +49 721 6903-216 oder -237 in Verbindung zu setzen.

Ansprechpartner: Wolfgang Bretl, Flow and Capacity Management,
DFS Karlsruhe, Tel. +49 721 6903 420, wolfgang.bretl@dfs.de .


5. Deutsche Airport Collaborative Decision Making (CDM) Harmonisierungstreffen
Im Rahmen der deutschlandweiten Initiative zur Harmonisierung von Airport CDM war der Flughafen Hamburg am 11. und 12. September 2012 Gastgeber des 5. deutschen Treffens.

In einem zweitägigen Workshop wurden die aktuellen Projektstände von allen deutschen CDM-Flughäfen ausgetauscht und vor allem weitere Spezifizierungen harmonisierter Verfahrensinhalte ausgearbeitet. Bei der Ausrichtung und Vorgehensweise der deutschen Harmonisierungsinitiative sind auch jene, die auf die europäischen Entwicklungen von Airport CDM abzielen, zu beachten.
Neben einem einheitlichen Aufbau von Airport CDM-Dokumentationen (z.B. A-CDM Brief Description oder Flight Crew Briefing) wird auch an einheitlichen Darstellungen von Prozesszeiten (z.B. der TOBT/TSAT in Docking Guidance Systemen) für den Nutzer gearbeitet.

Die Ergebnisse der Deutschen Initiative zur Harmonisierung von Airport CDM werden als „Best Practices“ auch anderen A-CDM Projekten zur Verfügung gestellt.

Die Initiative zur Harmonisierung von Airport CDM wurde im Jahr 2010 durch die Flughafen München GmbH und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ins Leben gerufen. Ziel der Harmonisierungsinitiative ist es, die betrieblichen und technischen Inhalte von Airport CDM zu vereinheitlichen, die nicht durch die existierende gemeinschaftliche Spezifikation (DINEN303212) festgelegt sind.
Hierdurch sind es vor allem die Flugverkehrsgesellschaften, die von harmonisierten Airport CDM Verfahren an den verschiedenen CDM-Flughäfen profitieren.

An den Flughäfen München (seit Juni 2007) und Frankfurt (seit Februar 2011) ist das Airport CDM Verfahren im Regelbetrieb voll implementiert, d.h. Airport CDM ist sowohl als lokaler Prozess etabliert, als auch an das europäische Verkehrsflussmanagement (A-CDM Partner CFMU) angebunden. Des Weiteren sollen die derzeitigen Airport CDM Projekte auf den Flughäfen Düsseldorf, Berlin Stuttgart und Hamburg in den nächsten zwei Jahren in den Regelbetrieb überführt werden.

Zur Erinnerung:
Airport CDM fokussiert auf die Machbarkeit des Umdrehprozesses von Flügen. Grundlage von Airport CDM ist das sogenannte Information Sharing und die Common Situational Awareness.
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die verlässliche Vorhersage des Abfertigungsendes in Form der „Target Off-Block Time“ (TOBT) für jeden Flug. Auf Basis der TOBT sowie weiterer betrieblicher Parameter, z.B. variable Rollzeiten, operationelle Abflugkapazität, Calculated Take Off Time (CTOT) wird im Rahmen einer Pre-Departure Sequenzierung die Zielzeit für das Anlassen der Triebwerke, die sogenannte Target Start-up Approval Time (TSAT), ermittelt.
Im Rahmen eines Datenaustausches mit der CFMU wird außerdem die europäische Verkehrsflussplanung in den Prozess eingebunden.


Probebetrieb Airport-CDM am Verkehrsflughafen Düsseldorf International (EDDL)
Anlässlich der europäischen Aktivitäten zu Airport Collaborative Decision Making (Airport-CDM) wurde der Umdrehprozess (Turnround) am Flughafen Düsseldorf neu gestaltet.

Weitere Informationen zum Probebetrieb entnehmen Sie bitte folgendem AIC IFR 12.


Probebetrieb Airport-CDM am Verkehrsflughafen Düsseldorf International (EDDL)

Ab dem 18. Oktober 2012 übernimmt die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH die Aufgaben von Apron Control am Flughafen Düsseldorf International. Ziel dabei ist es, den Koordinationsaufwand bei der Kontrolle des Rollverkehrs auf dem Apron zu reduzieren.

Weitere Informationen entnehmen sie bitte dem Flyer.