Customer-Newsletter Ausgabe 04|2012

Änderung der Pistenbezeichnung am Flughafen Berlin Schönefeld (EDDB)
Ab AIRAC 03. Mai 2012 erfolgt für den Flughafen Berlin-Schönefeld (EDDB) in Vorbereitung auf die Inbetriebnahme des Parallelbahnenbetriebes am künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg die Umbenennung der bestehenden Pisten:

  • Piste 07 wird umbenannt in Piste 07L
  • Piste 25 wird umbenannt in Piste 25R


Neue Luftraumstruktur Berlin ab 3. Juni in Kraft
Mit der Inbetriebnahme der zwei parallelen Start- und Landebahnen des neuen Verkehrsflughafens Berlin Brandenburg und der Einstellung des Flugbetriebs am Flughafen Tegel am 3. Juni 2012 tritt eine neue Luftraumstruktur in Kraft: Der Luftraum Klasse C wurde an den neuen Flughafen und die An-, Abflug- und Radarführungsstrecken angepasst. Der aktuell gültige Ausschnitt des ICAO-Kartenblatts steht – auch für die Segelflugausgabe – auf der Webseite der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH unter www.dfs.de zum Download bereit. Weitere Informationen finden Sie hier.


Satellitengestütztes Präzisionsanflugsystem GBAS am Flughafen Bremen
10.2.2012.- Das satellitengestützte Präzisionsanflugsystem GBAS (Ground Based Augmentation System) hat die deutsche Musterzulassung als primäres Landesystem vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) erhalten und kann seit heute unabhängig von dem seit Jahrzehnten genutzten Instrumentenlandesystem (ILS) für Anflüge unter Instrumentenflugbedingungen genutzt werden. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH betreibt GBAS als erste Flugsicherung der Welt am Flughafen Bremen für CAT I Präzisionsanflüge für den regulären Liniendienst der Fluggesellschaften. GBAS bietet bei Präzisionsanflügen eine digitale Führung und arbeitet nach dem sogenannten Differential Global Positioning System (DGPS) Verfahren. Bei diesem Verfahren wird die Genauigkeit und Integrität von GPS für das Flugzeug durch die Ausstrahlung von Korrekturdaten erhöht. Zurzeit wird GBAS zusätzlich zu den Instrumentenlandesystemen an Flughäfen aufgebaut. Wenn Flugzeuge in der Zukunft durchgängig mit den entsprechenden Bordempfängern ausgerüstet sind, kann GBAS das ILS ablösen. Es bietet gegenüber dem ILS etliche Vorteile. Zum einen ist es keinen Beeinträchtigungen durch Wetter oder Hindernisse ausgesetzt, zum anderen benötigt es keine Schutzbereiche, um es vor möglichen Störungen durch Rollverkehr auf dem Flughafen abzuschirmen. Darüber hinaus können bis zu 26 Anflüge auf verschiedene Pisten von nur einer GBAS Station unterstützt werden und das System muss weniger häufig als ein ILS durch Flugvermessung überprüft werden. Dadurch ist es sowohl in der Anschaffung als auch in der Wartung erheblich kostengünstiger als ein herkömmliches ILS.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH befasst sich bereits seit Mitte der 90er Jahre mit Pilotvorhaben u.a. in München und Frankfurt mit der technischen Erprobung der GPS-Technologie. Die von der Firma Honeywell gebaute GBAS Station in Bremen ist bereits seit 2008 im Testbetrieb und konnte bisher von den Fluglinien TUIfly und Air Berlin bei Instrumentenflugwetterbedingungen nur bis zum Nichtpräzisionsminimum genutzt werden. Air Berlin besitzt inzwischen für seine Boeing 737 Next Generation Flotte die Zulassung für die uneingeschränkte Nutzung der GBAS Bodenstation nach CAT I. Eine Ausweitung des GBAS Betriebs für CAT II und CAT III Wetterbedingungen (Allwetterbetrieb) wird ab der Mitte des Jahrzehnts erwartet.


Regelungen zur Freigabe auf Transitions
Da es im Luftraum Bremen in letzter Zeit wiederholt zur fehlerhaften Umsetzung der Verfahren im Bezug auf Transitions durch Piloten gekommen ist, möchte die DFS nochmals an die gültigen Regelungen zur Freigabe auf Transitions sowie bei Funkausfällen erinnern.

Beachten Sie hierzu den folgenden Ausschnitt aus der AIP IFR, insbesondere die Inhalte des Paragrafen 3:
AIP IFR ENR 1.5