23.05.2019 - Remote QNH an RMZ-Flugplätzen


Auf Basis der EU-Verordnung 550/2004 hat die Bundesrepublik Deutschland im § 27e LuftVG geregelt, dass der Flugwetterdienst ausschließlich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) oder im Fall des § 27f Abs. 5 LuftVG von hierzu beauftragten natürlichen Personen, welche der Fachaufsicht des DWD unterliegen, erbracht werden darf.


Die Analyse der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat ergeben, dass diese Regelung derzeit von 19 RMZ-Flugplätzen in Deutschland nicht voll umfänglich erbracht wird.

RMZ-Flugplätze:

Allendorf/Eder     Barth         Bautzen       Bayreuth         

Coburg-Brandensteinsebene    Donaueschingen-Villingen

Doanauwoerth HEL      Eggenfelden        Emden  

Giebelstadt       Haßfurth-Schweinfurth       Magdeburg/City 

Mengen-Hohentengen          Neubrandenburg

Oberschleißheim HEL      Schoenhagen     

Straubing       Wilhelmshaven         Zweibruecken  

 

In Abstimmung mit dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) wird die DFS als Interimslösung folgende Regelung anwenden:

Nutzung eines Remote-QNH des DWD oder einer von ihm benannten Person

Die OCA/OCH-Werte werden auf Grundlage ICAO Doc 8168 Vol II mit entsprechenden Sicherheits-Aufschlägen zur Hindernisfreihöhe neu berechnet und veröffentlicht. Baro-VNAV-Anflüge mit Vertikalführung, die zur Erhöhung der Sicherheit eingeführt wurden, dürfen mit einem Remote-QNH nicht mehr durchgeführt werden und sind daher ausgesetzt.

Detailinformationen entnehmen Sie bitte dem NfL 1-1613-19 

und dem AIP SUP IFR 16/19.

Diese Regelungen ist nur bis zum 01.01.2020 gültig.

Die Luftfahrzeugführer werden bis auf weiteres auch per NOTAM über die erhöhten OCA/H-Werte und die Aussetzung des Baro-VNAV -Verfahrens informiert.


Durch den Luftfahrzeugführer

• dürfen die per NOTAM ausgesetzten Baro-VNAV-Verfahren nicht mehr angewendet werden,
• dürfen die in der Anflugkarte angegeben OCA/H-Werte nicht mehr verwendet werden und
• müssen stattdessen die per NOTAM veröffentlichten OCA/H-Werte angewendet werden.

Dieses Verfahren wurde mit dem BMVI, BAF, DWD und einigen betroffenen Flugplätzen abgestimmt und am 15.02.2019 in Kraft gesetzt.

 
Für Fragen wenden Sie sich bitte an crm@dfs.de