Neue Luftraumstruktur

Die von der DFS Deutsche Flugsicherung beantragten notwendigen Anpassungen im Nahverkehrsbereich des Flughafens Frankfurt wurden vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bestätigt. Es handelt sich um die Anpassung der Luftraumstruktur, die ab 26. März 2020 eingeführt wird.

05.02.2020.- Die DFS hatte einen Antrag gestellt, an erforderlichen Stellen im Anflugbereich den Luftraum der Klasse „C“ anzupassen. Der momentane Luftraum der Klasse „E“ in diesen Gebieten führt dazu, dass dort vereinzelt Flüge nach Instrumentenflugregeln und Flüge nach Sichtflugregeln gemeinsam fliegen. Dieses soll in Zukunft unterbunden werden, um den Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO für den parallel unabhängigen Anflugbetrieb nachzukommen sowie die Integration verschiedener Verkehrsströme zu verbessern. Es handelt sich nicht um eine Absenkung von Flugverfahren oder Routen. Die Anpassung der Untergrenze des Luftraums „C“ bedeutet nicht, dass alle Flugzeuge, die nach Instrumentenflugregeln navigieren diesen zusätzlichen Luftraum auch nutzen werden. 

Eine Maßnahme hatte die DFS bereits in einem ersten Schritt seit Anfang des Jahres mit einer Vorschrift der ICAO als Sicherheitsmaßnahme umgesetzt. Danach müssen die Flugzeuge spätestens eine Meile vor dem Eindrehen auf den Endanflug in der entsprechenden Höhe sein. Auf den Gegenanflügen muss im Norden bereits die Anflughöhe von 5000 Fuß und im Süden von 4000 Fuß vorliegen. 

Im zweiten Schritt wurde jetzt auch eine Luftraumanpassung an einigen Stellen notwendig, um einen Teil der Anflüge, die aus Nordwesten anfliegen, früher für den Endanflug freigeben zu können und einen Durchflug durch den Luftraum der Klasse „E“ zu vermeiden. 

Die Untergrenze des Luftraums C konnte an einigen Stellen auch angehoben werden.

Die DFS hat neben der sicheren Abwicklung des Luftverkehrs ebenso ein hohes Interesse am Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm. Daher wird die Nutzung des veränderten Luftraums seitens DFS beobachtet und jährlich analysiert.

Der aktuell gültige Ausschnitt des ICAO-Kartenblatts steht hier zum Download bereit.

Medienkontakt:
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Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.600 Mitarbeitern (Stand 31.12.2019). Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.200 Fluglotsen leiten täglich bis zu 10.000 Flüge durch den deutschen Luftraum, im Jahr mehr als drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Tower an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Die Tochtergesellschaft, DFS Aviation Services GmbH, vermarktet flugsicherungsnahe Produkte und Dienstleistungen und ist für die Flugverkehrskontrolle an neun deutschen Regionalflughäfen sowie an den Flughäfen London-Gatwick und Edinburgh verantwortlich. Seit 2016 arbeitet die DFS an der Integration von Drohnen in den Luftverkehr und hat mit der Deutschen Telekom das Joint Venture, Droniq GmbH, gegründet. www.dfs.de