Der Chef der DFS (Klaus-Dieter Scheurle, rechts) und der Deutschen Telekom (Tim Höttges, zweiter von rechts) überreichten den Geschäftsführern des neu gegründeten Joint Ventures, Jan-Eric Putze (links) und Ralph Schepp (zweiter von links) symbolisch eine Drohnen-Fernsteuerung zur Übergabe der Geschäfte

Klaus-Dieter Scheurle (CEO DFS, links) und Tim Höttges (CEO Deutsche Telekom, rechts) zeigen während der Pressekonferenz eine Drohne mit „Hook-on-Device“, dem speziellen Modem mit integrierter SIM-Karte

DFS Deutsche Flugsicherung und Deutsche Telekom gründen Gemeinschaftsunternehmen für den Drohnenmarkt

Die Deutsche Telekom AG und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH haben am Mittwoch die Gründung ihres Gemeinschaftsunternehmens Droniq GmbH bekanntgegeben. Droniq stellt eine technische Plattform zur Ortung von Drohnen zur Verfügung, die künftig Drohnenflüge auch außerhalb der Sichtweite des Piloten ermöglicht.

29.05.2019.- Wie kann man die Sicherheit von Drohnenflügen gewährleisten, ohne dass der Steuerer seine Drohne stets im Blick haben muss und ohne dass es zu Konflikten mit dem bemannten Flugverkehr kommt? Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) und die Deutsche Telekom AG haben für diese Frage eine Lösung gefunden: Sie haben gemeinsam eine Technologie entwickelt, die die Ortung von unbemannten Luftfahrtsystemen (Unmanned Aircraft Systems – UAS) über das Mobilfunknetz ermöglicht. Damit wurde die zentrale Voraussetzung geschaffen, um Drohnen nicht nur im Nahbereich, sondern auch über größere Distanzen sicher einsetzen zu können – Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb der unbemannten Fluggeräte. „Mit unserer Technik wird es endlich möglich, das volle Potential professionell genutzter Drohnen ausschöpfen zu können. Dazu vereinen wir in Droniq das Luftfahrt-Knowhow der DFS mit der Mobilfunk-Kompetenz der Telekom“, sagt Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

„Luftfahrt-Knowhow und Mobilfunk-Kompetenz“
Kern des Produktangebots von Droniq ist ein UAS Traffic Management System (UTM), das die Positionsdaten der Drohnen verarbeitet und zusammen mit den Ortungsdaten der bemannten Luftfahrt darstellt. Auf diese Weise entsteht ein komplettes Luftlagebild. Daneben bietet das UTM weitere Funktionen zum sicheren Betrieb von Drohnen im deutschen Luftraum. Dazu zählen die Möglichkeiten zur Registrierung, zur Missionsplanung oder für automatisierte Aufstiegsgenehmigungen. „Droniq bietet einen Einstieg in den kommerziellen Betrieb von unbemannten Fluggeräten, insbesondere für Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite des Steuerers. Dazu führen wir das deutschlandweit erste einsatzfähige UAS Traffic Management System in den Markt ein, um Drohnen sicher und effizient in den Luftraum zu integrieren“, sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, CEO der DFS.

„Erstes einsatzfähiges UTM-System“
Die heute notwendige Hardware besteht aus einem speziellen Modem mit einer integrierten SIM-Karte. Dieses sogenannte Hook-on-device übermittelt per Mobilfunk die Position der Drohne sowie dessen Kennung an das UTM. Über das Mobilfunknetz können außerdem nicht nur Basisdaten, sondern auch zusätzliche Informationen wie Bild- und Messdaten in Echtzeit übertragen werden. Ziel von Droniq ist es, ihr Produkt zu einer rein digitalen Lösung weiterzuentwickeln. Voraussetzung hierfür ist, dass die Drohnen herstellerseitig standardmäßig mit einem LTE-Modul ausgestattet sind. Dann müssten die Nutzer nur die SIM-Karte in der Drohne aktivieren, um das UTM-System nutzen zu können.

Schrittweise Expansion geplant
Zunächst wird sich Droniq auf den deutschen Markt konzentrieren, den Heimatmarkt der DFS und Telekom. Eine schrittweise Expansion ins europäische Ausland ist geplant. Vorrangige Zielgruppen von Droniq sind vor allem gewerbliche Steuerer aus den Bereichen Infrastruktur, Vermessung oder Landwirtschaft, die Drohnen außerhalb der Sichtweite fliegen wollen. Daneben Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungswesens sowie Nutzer aus dem Umfeld der allgemeinen Luftfahrt. Trainings für Drohnensteuerer sowie individuelle Beratungsangebote gehören bereits heute zum Portfolio der Droniq.

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Die Droniq GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Joint-Venture-Unternehmen der DFS Deutsche Flug-sicherung und der Deutschen Telekom AG. Geschäftsziel ist die Erbringung, Vermarktung und der Vertrieb von Dienstleistungen für Drohnen und andere Luftfahrzeuge in Europa. Seitens der DFS hält die Tochtergesellschaft DFS IBS GmbH 51 Prozent der Anteile, die Deutsche Telekom ist über ihre Gesellschaft Telekom Innovation Pool GmbH mit 49 Prozent beteiligt. www.droniq.de

Pressekontakt Droniq GmbH
Michaela Sankowsky
Tel: +49 69 509547-400
E-Mail: michaela.sankowsky@droniq.de


Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.400 Mitarbeitern ((Stand 31.12.2018). Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die rund 2.000 Fluglotsen leiten täglich bis zu 10.000 Flüge durch den deutschen Luftraum, im Jahr mehr als drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Tower an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Die Tochtergesellschaft „DFS Aviation Services GmbH“ vermarktet flugsicherungsnahe Produkte und Dienstleistungen und ist für die Flugverkehrskontrolle an neun deutschen Regionalflughäfen sowie an den Flughäfen London-Gatwick und Edinburgh verantwortlich. www.dfs.de

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Leiter Unternehmenskommunikation
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Die Deutsche Telekom AG gehört mit rund 178 Millionen Mobilfunk-Kunden, 28 Millionen Festnetz- und 120 Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden integrierten Telekommunikations-Unternehmen weltweit. Wir bieten Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und Internet-TV für Privatkunden sowie Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnik für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2017 haben wir mit weltweit rund 216.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 75,7 Milliarden Euro erwirtschaftet – rund 66 Prozent davon außerhalb Deutschlands. (Stand 31.12.2018) www.telekom.com

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