B

BAF (Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung)
Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung mit Sitz in Langen ist für die staatliche Aufsicht über die zivile Flugsicherung in Deutschland zuständig. Gegründet wurde das BAF am 18. September 2009. Es untersteht dem BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur), Direktor ist Prof. Nikolaus Herrmann.

Als nationale Aufsichtsbehörde stellt das BAF sicher, dass alle in Deutschland tätigen Flugsicherungsunternehmen die vorgegebenen Sicherheitsanforderungen erfüllen. So überprüft das BAF z.B. nicht nur die Qualität und Zuverlässigkeit von Funknavigationsanlagen, sondern ist auch für die staatliche Lizenzierung von Fluglotsen zuständig.

Mit der Gründung des BAF wurden die Vorgaben der EU-Rechtsverordnung zur Vereinheitlichung des europäischen Luftraums umgesetzt. Ziel ist ein gemeinsames, effizientes Luftraummanagement zur Optimierung der Flugrouten. Dadurch können Flugzeiten verkürzt und die Umwelt geschont werden.

Betriebsrichtung
Die Betriebsrichtung („Runway in Use“) einer Start- und/oder Landebahn hängt von der aktuellen Windrichtung ab, da Flugzeuge grundsätzlich gegen den Wind starten und landen. Sie wird international entsprechend der Ausrichtung der Bahn gekennzeichnet.
Beispiel Flughafen Frankfurt am Main: Hier gibt es für das Parallelbahnsystem die Betriebsrichtung 25 (das entspricht 250 Grad auf der Kompassrose, d.h. Westwind) und 07 (das entspricht 70 Grad auf der Kompassrose, d.h. Ostwind). (Da die Westwindlagen mit rund 75 Prozent überwiegen, wird die Betriebsrichtung 25 entsprechend häufiger geflogen.)

BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)
Gesellschafter der DFS ist der Bund, vertreten durch das BMVI. Das Ministerium trägt die politische Verantwortung für die Flugsicherung und hat die DFS durch Rechtsverordnung mit der Wahrnehmung der Flugsicherungsaufgaben beauftragt.