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Gemeinsame Luftraumnutzung

Um im Spannungsfeld der Militär- und Zivilfliegerei allen Anforderungen gerecht werden zu können, müssen alle Nutzer derselben Ansicht sein: Es gibt nur den einen Luftraum, man muss ihn gemeinsam und koordiniert nutzen. Dies entspricht der deutschen Nutzungsphilosophie seit mehr als 25 Jahren. Abgestimmte Luftraumnutzung war und ist in einem der am dichtesten beflogenen Lufträume der Welt unausweichlich. An zentraler Stelle begann dies bereits 1980 mit der Luftraumnutzungszentrale (LRNZ), zusammen mit der Koordinationsstelle des Militärs (COMIL). Daraus ging im Rahmen des europäischen Konzeptes zur flexiblen Nutzung des Luftraums (FUA - Flexible Use of Airspace Concept) die nationale zivil-militärische Luftraummanagementzentrale (AMC) hervor. Deutschland konnte somit als erster Staat FUA im täglichen Betrieb optimal umsetzen und konsequent weiterentwickeln.

Da die Vorzüge von FUA im immer dichter beflogenen Luftraum bereits an ihre Grenzen stoßen und die neuen Kampfflugzeuge größere Lufträume benötigen, erprobt die DFS mit der Luftwaffe ein weitergehendes Konzept: Die Umwandlung der bisherigen TRAs (Temporary Restricted Areas) in dynamisch zugewiesene MVPAs (Military Variable Profile Areas). Sie ermöglichen kürzere Flugstrecken, nur in Einzelfällen muss militärisch genutzter Luftraum umflogen werden. MVPA sieht vor, dass der militärische Luftraumnutzer lediglich die Ausdehnung des Übungsluftraums und das geplante Szenario bei der DFS anmeldet. Diese stellt ihm anschließend unter Berücksichtigung der zivilen Verkehrsflüsse einen „maßgeschneiderten“ Luftraum zur Verfügung.

Die Vorteile für die zivile und militärische Luftfahrt liegen auf der Hand:
  • Kurzfristige, anforderungsgerechte Zuweisung von militärischen Übungslufträumen mit garantierter Nutzungsmöglichkeit
  • Permanente effiziente militärische Ausbildung und gleichzeitig optimierte zivile Streckenführungen



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16.09.2009
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