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Realzeitsimulationen: Der Faktor Mensch

Flugsicherung wird von Menschen gemacht. Eine banale Weisheit, die uns immer wieder vor Augen geführt wird, wenn wir neue Systeme oder Verfahren einführen. In diesen Momenten zeigt sich, dass auch die beste Planung und Analyse nicht ausreicht. Daher greifen immer mehr Flugsicherungsorganisationen auf die Vorteile der Realzeitsimulation zurück. Die DFS stellt ihren Kunden eine doppelte Simulationsplattform zur Verfügung: An 24 Radararbeitsplätzen für die Streckenkontrolle sowie einem hochmodernen 360°-Towersimulator können Fluglotsen die zukünftige Realität trainieren.

Erfolgreich eingesetzt werden die modernen Realzeitsimulatoren bei der Gestaltung von Flughafenlayouts, insbesondere bei der Standortfestlegung für einen Kontrollturm, bei der Ermittlung von Pistenkapazitäten sowie zur Validierung von geplanten Luftraumstrukturen, Flugverfahren und Arbeitsverfahren. So wurde beispielsweise im Zuge der Ausbauplanungen des Frankfurter Flughafens die optimale Position des zukünftigen Kontrollturms ermittelt. Fluglotsen bewerten in der Simulation unterschiedliche Standorte bzw. Gebäudehöhen. Darüber hinaus werden die Verkehrsabläufe am Boden optimiert, wobei neue Ab- und Abflugmanagementsysteme einbezogen werden. Da der Towersimulator mit dem Radarsimulator verknüpft werden kann, können so komplexe Abläufe für alle Verkehrsarten, sowohl im An- und Abflug als auch auf der Strecke, mit allen relevanten betrieblichen Parametern im simulierten "Live-Betrieb" untersucht werden.

Die in der Frankfurter Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse flossen in eine Simulation des zukünftigen Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) ein. Neben der Verwendung für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit eröffnet die eigens für Berlin geschaffene Simulationsplattform die Chance, Bewegungsabläufe sowohl in der Luft als auch am Boden vor Inbetriebnahme erproben und üben zu können. Darüber hinaus wurde der Standort des neuen Kontrollturms in Berlin festgelegt.

Die Kapazitätswerte der Düsseldorfer Südbahn standen im Mittelpunkt einer Analyse für den Flughafen Düsseldorf, die von der Technischen Universität Berlin wissenschaftlich begleitet wurde. Anhand realistischer Verkehrssituationen konnte gezeigt werden, dass die Anzahl der Bewegungen pro Stunde am Flughafen Düsseldorf ohne Einschränkung der Sicherheit erhöht werden kann. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden nun die Bodenbewegungen unter Einbindung beider vorhandener Bahnen untersucht.

Mit der Infrastruktur der DFS für Realzeitsimulation lassen sich unter Einbeziehung der Humanfaktoren
  • Lufträume, Verfahren, Streckenführungen optimieren
  • Entscheidungen und Investitionen bei der Flughafenplanung untermauern
  • die Ergebnisse einer Schnellzeitsimulation validieren



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05.12.2008
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Bahrain, Moskau, Tschechien oder Frankfurt: Unser Angebot haben schon viele in Anspruch genommen. Ob Analysen, Neustrukturierungen oder Optimierung: Unsere Palette ist breit. Hier finden Sie unsere Referenzen!
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