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Wechsel im Vorsitz des DFS-Aufsichtsrats

1.7.2010.- Staatssekretär Professor Klaus-Dieter Scheurle löst Robert Scholl ab

Klaus-Dieter Scheurle wurde heute zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH gewählt.

Der 55-jährige Jurist begann seine berufliche Laufbahn 1983 im Bundesministerium der Justiz, bevor er 1985 ins Bayerische Staatsministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten wechselte. Von 1989 bis 1993 war er für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion tätig, anschließend begann seine Karriere im damaligen Bundesministerium für Post und Telekommunikation (BMPT). Zunächst engagierte er sich als Leiter des Ministerbüros, bevor er als Leiter der Grundsatzabteilung die Privatisierung der deutschen Bundespost und den Börsengang der Deutschen Telekom AG verantwortete und Leiter der Abteilung Regulierung im BMPT wurde. Anschließend wurde er Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post und entschied in dieser Position die Versteigerung der UMTS-Lizenzen.
Nach achtjähriger Tätigkeit für die Schweizer Investmentbank Credit Suisse und kurzzeitiger Selbständigkeit als Unternehmensberater ist Professor Scheurle seit 2009 beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Außerdem ist er seit 2006 Honorarprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Noch eine weitere Veränderung in der Besetzung des Aufsichtsrates erfolgte auf Anteilseignerseite: Regierungsdirektorin Christiane Wietgrefe-Peckmann vom Bundesministerium der Finanzen gab ihr Amt ab. Ihr folgt Regierungsdirektorin Dr. Angelika Kreppein – ebenfalls Bundesministerium der Finanzen.


Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.600 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr knapp drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.


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09.09.2010