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Luftraum in Hamburg und Bremen für Instrumentenflüge ab 23 Uhr freigegeben / Wetterprognose lässt weitere Freigaben erwarten

20.4.2010.- Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Aschewolke können in den Lufträumen an den Flughäfen Hamburg und Bremen ab Dienstag, 23 Uhr, wieder Instrumentenflüge (IFR-Flüge) stattfinden. Für das übrige Bundesgebiet bleibt der untere Luftraum für Instrumentenflüge vorerst geschlossen. Die Wetterprognosen sprechen jedoch dafür, dass demnächst weitere Beschränkungen aufgehoben werden können.


Im unteren Luftraum (bis sechs Kilometer Höhe) kann die DFS nach den vorliegenden Wetterdaten in den Lufträumen an den Flughäfen Hamburg und Bremen eine zeitweise Freigabe für IFR-Flüge erteilen. Starts und Landungen nach Instrumentenflugregeln werden an diesen beiden Flughäfen ab Dienstag, 23 Uhr, möglich sein. Im übrigen Bundesgebiet können IFR-Flüge nach den vorliegenden Wetterinformationen nicht stattfinden. Dies gilt bis voraussichtlich Mittwoch, 2 Uhr. Nach den derzeitigen Wetterprognosen spricht jedoch vieles dafür, dass diese Beschränkung in den nächsten Stunden zumindest teilweise aufgehoben werden kann. In einer Höhe über sechs Kilometern sind bereits jetzt bis auf weiteres IFR-Flüge möglich.

Unabhängig von den geltenden Beschränkungen für IFR-Flüge können an den Flughäfen in Deutschland nach wie vor Starts und Landungen nach Sichtflugregeln (VFR-Flüge) stattfinden. Dies gilt am Tag wie in der Nacht - sofern die Voraussetzungen dies zulassen. Zum einen muss an den Flughäfen gute Sicht herrschen, damit VFR-Starts und –Landungen erfolgen können. Zum anderen müssen die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sein; an dem Flughafen darf es also keine Nachtflugbeschränkung geben.

Grundlage für die Maßnahmen der DFS sind die aktuellen Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Eine Verlängerung oder vorübergehende Lockerungen der IFR-Beschränkungen werden immer wieder überprüft. Dazu hat die DFS einen Krisenstab eingesetzt. Er berät sich regelmäßig mit den Experten von BMVBS, DWD, Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung und Eurocontrol. Da es sich bei der Aschewolke nicht um ein statisches Gebilde handelt und sich die Wetterlage ständig ändert, kann es sein, dass im Laufe des Tages die Lufträume an einzelnen Flughäfen vorübergehend wieder für IFR-Flüge freigegeben werden können.

Stand: 20.4., 20 Uhr


Ständig aktualisierte Informationen zu den Beeinträchtigungen im Luftverkehr finden Sie auf unserer Homepage: www.dfs.de


Links
Basisinformationen des Deutschen Wetterdienstes
Die weitere Entwicklung
Aktuelle Satellitenbilder
Informationen des britischen Met Office (engl.)




Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.600 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr knapp drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.


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09.09.2010