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Langen 4. März 2009

DFS ist europaweit Vorreiter bei der Implementierung von Mode S

Als erster europäischer Service Provider hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH den Mode S Conspicuity Code (MSCC) aktiviert. Auf dem City-Pair zwischen Frankfurt und München feierte der MSCC Premiere. Damit ist ein weiterer Schritt zur Nutzung der Mode S-Technik gelungen.

In den DFS-Kontrollzentralen München und Langen wird seit dem 02.03.2009 der MSCC für Flüge zwischen Frankfurt und München operativ genutzt. Hierzu wird statt dem bisher verwendeten Mode 3/A Code dem Luftfahrzeug der festgelegte Conspicuity Code A1000 vergeben. Zusätzlich wird zur Korrelation zwischen Flugplan und Luftfahrzeug auf dem Radar die 7-stellige, vom Piloten manuell eingegebene Aircraft-ID genutzt.

Verbesserung bei Sicherheit, Kapazität und Effizienz

Jedes Luftfahrzeug hat eine einmalige, fest programmierte 24-bit-Adresse, die zur Flugzielverfolgung eingesetzt wird. Die Installierung von Mode S sorgt für eine erhebliche Entlastung des Funkfeldes, da ständige „Rundum-Abfragen“ (All Call) der Radaranlagen und das „Antworten“ aller Mode 3/A Transponder nicht mehr notwendig sind. In einer selektiven Abfrage (Roll Call) können stattdessen gezielt Mode S Daten abgefragt und dargestellt werden. Die Erfassungsgenauigkeit erhöht sich signifikant, zudem werden sogenannte Garbling Effekte ausgeschlossen. Die Erfassung dieser selektiven Informationen führt zu einer erheblichen Verbesserung von Sicherheit, Kapazität und Effizienz. „Die Anzahl der benötigten Mode 3/A Individual-Codes, die wir bisher jedem Luftfahrzeugführer für jeden Flug zuweisen mussten, reduziert sich durch die Nutzung der Mode S Codes erheblich. Dies ist ein großer Schritt, um den zukünftig zu erwartenden erneuten Anstieg des Luftverkehrs in Europa zu entsprechen“, so Frank Brenner, Leiter Geschäftsbereich Center der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH. Der ersten MSCC Nutzung auf dem City-Pair Frankfurt München sollen noch in diesem Jahr weitere Verbindungen im deutschen Luftraum folgen.



Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.350 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr über drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.


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04.03.2009