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Hamburg, 19. März 2008 Flughafen Hamburg übernimmt Vorreiterrolle
Bodenverkehrskontrolle der Zukunft Die Flughafen Hamburg GmbH (FHG), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) wollen einen gemeinsamen Feldversuch am Flughafen Hamburg starten. Die drei Unternehmen schaffen damit die Voraussetzungen, um das im Aufbau befindliche Rollführungssystem A-SMGCS (Advanced Surface Movement Guidance and Control System) um zusätzliche Funktionen zur Optimierung der Verkehrsführung zu erweitern. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen FHG, DLR und DFS wurde bereits geschlossen. Damit übernimmt der Flughafen Hamburg eine Vorreiterrolle in Europa. Normalerweise ist jedes Flugzeug mit einem Transponder, einem Radarantwortgerät, das Auskunft über die Identität des Flugzeuges gibt, ausgestattet. Dieser Transponder sendet individuelle Daten an zahlreiche Antennen auf dem Flughafengelände. Das A-SMGCS ermittelt daraus den Standort des Flugzeugs und bestimmt mit Hilfe des aktuellen Flugplans die jeweilige Flugnummer. Diese Informationen werden in Kombination mit den genauen Darstellungen der Vorfelder und Pisten auf den Bildschirmen der Lotsen angezeigt. Die Flugzeuge und entsprechend ausgerüsteten Bodenfahrzeuge können eindeutig identifiziert und exakter geortet werden. Für die Positionsbestimmung von Fahrzeugen und Flugzeugen, die keinen Transponder haben oder deren Transponder defekt ist, wird eine zusätzliche neue Bodenradaranlage installiert. Ziel der Forschung ist es, das operationelle A-SMGCS von der reinen Lotsenunterstützung hin zur Unterstützung für Piloten und Fahrzeugführer weiterzuentwickeln. Damit soll die gesamte Abwicklung des Bodenverkehrs sowohl bei Dunkelheit als auch bei schlechten Sichtverhältnissen optimiert werden und der hohe Sicherheitsstandard auch bei steigendem Verkehr beibehalten werden. Wenn auf diese Weise der Bodenverkehr optimal gesteuert und somit die Standzeiten der Flugzeuge minimiert werden, sinken sowohl Treibstoffverbrauch als auch Lärm- und Schadstoffemissionen. Das kommt der Umwelt zugute und spart darüber hinaus Kosten. Das A-SMGCS wird voraussichtlich im Oktober 2009 am Flughafen Hamburg in die Testphase gehen. Vorher werden noch ca. 16 Kilometer Kabeltrasse verlegt, 23 Antennen montiert und ein neues Bodenradar installiert. Neben den drei Partnern FHG, DLR und DFS sind Universitäten und die Luftfahrt-Industrie eingebunden. So ist sichergestellt, dass die Bodenverkehrskontrolle der Zukunft von der Forschung bis hin zur Praxis kompetent und effizient begleitet wird. Bereits heute sind Forschungsprojekte (z.B. CARMA, Car Management on Aprons) angelaufen, welche die Forschungs-plattform intensiv nutzen werden. Neueste Forschungsergebnisse können dabei unmittelbar unter realen Einsatzbedingungen untersucht werden. Die enge Kooperation zwischen Forschung, Lehre, Betrieb und Industrie am Hamburger Flughafen schafft Rahmenbedingungen für beschleunigte Innovationsprozesse und trägt zur Spitzenstellung des Luftfahrtstandortes Hamburg bei. Ebenso unterstreicht diese Kooperation zwischen Flughafen, Flugsicherung und DLR eindrucksvoll die Funktions- und Leistungsfähigkeit der geballten Hamburger Luftfahrtkompetenz. Das DLR baut damit nach der Gründung des Instituts für Lufttransportkonzepte & Technologiebewertung an der TU Hamburg-Harburg in 2007 sein Engagement in Hamburg weiter aus. Ihre Pressekontakte: Katja Tempel Pressesprecherin von Hamburg Airport presse@ham.airport.de 040 / 5075 3611 Hans-Leo Richter Unternehmenskommunikation DLR hans-leo.richter@dlr.de 02203 601-2425 Axel Raab Pressesprecher DFS axel.raab@dfs.de 06103-707 4160 Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich mehr als 9.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr über drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower und Aeronautical Solutions.
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| 08.01.2009 |
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