presse.dfs.de         HOME   PRESSE DFS GmbH
Spacer Spacer Spacer Spacer Spacer
Langen, den 1. Dezember 2008

2. Colloquium Flugsicherung: Flaschenhals, Nadelöhr oder Engpass

„Engpass Flughafen – Wie viel geht noch?“ – so lautete der Titel des zweiten „Colloquium Flugsicherung – Forschung Praxis & Visionen“ der DFS am vergangenen Mittwoch. Über 120 Führungskräfte, Hochschulabsolventen und andere Interessierte fanden auf Einladung der Personalberatung den Weg auf den DFS-Campus. „SESAR – Ein gemeinsames europäisches ATM-System in 2020. Wohin geht die Reise?“ lautete die Frage an die drei Referenten Prof. Dr.-Ing. Hartmut Fricke von der TU Dresden, Michael Kraft DFS, Leiter Optimierung und Ausbau Flughafen Frankfurt und Thomas Hoffmann, Leiter der DFS-Tower in Frankfurt und Saarbrücken.

Ziel der Colloquienreihe ist es, mit Hochschulen gemeinsame Themen zu identifizieren, sich darüber auszutauschen und in Projekten oder Kooperationen voranzutreiben. Auch will die DFS sich bei der Ausbildung von Hochschulabsolventen noch früher und intensiver einbringen. Gerade bei den heiß umkämpften Berufsgruppen der Informatiker, Ingenieure und Techniker gilt es, qualifizierte Mitarbeiter frühzeitig zu gewinnen.

Von der Forschung über die Theorie in die Praxis – so könnte man den Bogen beschreiben, den die Vortragenden des zweiten Colloquiums Flugsicherung spannten. Alle drei fokussierten sich dabei auf den Flaschenhals Flughafen. „Einige Flughäfen in Deutschland sind Engpässe. Wir müssen uns für die Zukunft etwas einfallen lassen, um die vorhandenen Kapazitäten optimal ausnutzen zu können“, sagte DFS-Geschäftsführer und Schirmherr des Colloquiums Jens Bergmann zur Begrüßung. Prof. Dr.-Ing. Hartmut Fricke eröffnete das fast bis auf den letzten Platz besetzte Colloquium mit einem Vortrag über Rollverkehrsmanagement und CDM-Konzepte (Airport Collaborative Decision Making). Dass diese Themen das Publikum bewegten, zeigten die vielen Fragen, die Hartmut Fricke nach seinem Beitrag gestellt wurden.

Michael Kraft (DFS) widmete sich der Thematik im europäischen Kontext. „Trotz Krisen und Rückschlägen ist mittel- und langfristig mit steigender Verkehrsnachfrage zu rechnen“, betonte er. Auch nach diesem Vortrag waren die Resonanz im Publikum und der Nachfragebedarf sehr hoch. Thomas Hoffmann, Leiter der Tower in Frankfurt und Saarbrücken, sprach über ein ganz aktuelles Projekt: Airport CDM und der 4-Bahn-Betrieb des Frankfurter Flughafens. 2011 soll die vierte Bahn im Nordwesten in Betrieb genommen werden. „Die Herausforderung dieses Projekts besteht darin, den Ausbau im laufenden Betrieb zu verwirklichen“, sagte Hoffmann. Mit der neuen Bahn können anstatt der momentan etwa 500.000 Flugbewegungen pro Jahr etwa 700.000 abgewickelt werden. Da die vierte Bahn vom jetzigen Standort des DFS-Towers nicht einsehbar ist, ist ebenso ein neuer Tower im Norden des Flughafens in der Planung.


Die nächste Veranstaltung dieser Reihe wird am 28.1.2009 um 18 Uhr im Auditorium der Akademie stattfinden.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Antje Berning, Tel. 06103 / 707 -3502
E-Mail: Antje.Berning@dfs.de



Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 9.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr nahezu drei Millionen.
Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower und Aeronautical Solutions.


Spacer
08.01.2009