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Langen, 25. Juli 2007

Leipzig/Halle: An- und Abflugrouten seit Jahren bekannt

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH sieht sich durch die derzeitige Diskussion über die An- und Abflugrouten am Flughafen Leipzig gezwungen, die Bevölkerung über die tatsächlichen Abläufe zu informieren.

Spätestens seit dem 15. Juli 2003 war dem Flughafen Leipzig/Halle GmbH bekannt, dass die DFS im Zuge des Planfeststellungsvorhabens der Start- und Landebahn Süd auch eine „verkürzte Südabkurvung“ bei Betriebsrichtung „Ost“ vorschlagen wird. Darüber existiert ein von der Flughafengesellschaft gefertigtes Protokoll. Die entsprechenden Entwürfe erhielt das Regierungspräsidium Leipzig von der DFS mit Schreiben vom 20. Juli 2004. Diese Routen-Entwürfe waren weder in Bezug auf die zeitliche Nutzung, noch in Bezug auf das maximal zulässige Startgewicht mit Einschränkungen versehen.

Am 7. April 2006 wurde an der DFS-Niederlassung Süd einem Vertreter der Flughafen Leipzig/Halle GmbH im Rahmen einer Besprechung, der weitere folgten, der damalige Stand der Entwürfe zu den geplanten An- und Abflugverfahren präsentiert. Die DFS kann auch unter Berücksichtigung all dieser Tatsachen nicht verstehen, dass ein Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH in der Leipziger Volkszeitung vom 27. Juni 2007 mit folgenden Worten zitiert wird: „Nach den ursprünglichen Planungen waren die jetzt gültigen An- und Abflugrouten so für uns nicht absehbar“.

Bei einer mehrstündigen Sitzung der Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigungen durch Luftfahrzeuge („Fluglärmkommission“) am 8. November 2006 wurden die geplanten An- und Abflugverfahren dem Gremium ausführlich vorgestellt, Fragen beantwortet und intensiv über das Thema beraten. Anschließend wurde den Plänen ohne Gegenstimme zugestimmt.

Die Pressemitteilung 086/2007 des Regierungspräsidiums Leipzig vom 19. Juli 2007 kommentiert die DFS im Wesentlichen wie folgt:

Es gibt keine uns bekannte Vereinbarung zwischen der Flughafen Leipzig/Halle GmbH und der DFS darüber, dass die momentan gültige „kurze Südabkurvung“ bei Betriebsrichtung „Ost“ nur von der Südpiste genutzt werden darf.

Es gibt keine uns bekannte Vereinbarung zwischen der Flughafen Leipzig/Halle GmbH und der DFS darüber, dass die momentan gültige „kurze Südabkurvung“ bei Betriebsrichtung „Ost“ nur von Luftfahrzeugen genutzt werden darf, die ein maximales Abfluggewicht von 30 Tonnen aufweisen. Die Hintergründe dieser Gewichtsbeschränkung, die für die ehemalige Südpiste galten, können im Bedarfsfall beim Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit erfragt werden.

Die DFS bedauert die Entwicklung der momentanen öffentlichen Diskussion zu den neuen An- und Abflugverfahren für den Verkehrsflughafen Leipzig/Halle. Allerdings kann die DFS keine Verantwortung dafür übernehmen. Die DFS hat über ihre Routenplanungen alle Beteiligten stets rechtzeitig informiert. Wie diese Beteiligten mit den Informationen umgegangen sind, hat die DFS nicht zu vertreten.



Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 9.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr nahezu drei Millionen.
Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower und Aeronautical Solutions.


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08.01.2009