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Langen, 28. Juni 2006

Leichte Verkehrssteigerung durch die Fußball-WM

4400 zusätzliche WM-Flüge haben die Fluglotsen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH bislang koordiniert – das sind 2,5 Prozent mehr als üblich. Für den gesamten Zeitraum der Weltmeisterschaft 2006 wurden insgesamt 6.760 zusätzliche Flüge zur Landung an den deutschen Flughäfen angemeldet. Davon profitiert insbesondere Berlin mit den Flughäfen in Tempelhof (1183), Schönefeld (596) und Tegel (102), aber auch in München (1014), Stuttgart (706) und Hamburg (608) landen deutlich mehr Flieger als üblich. Neben den bereits angemeldeten Flügen werden weitere Flüge an Flughäfen erwartet, für die keine langfristige Anmeldepflicht besteht.

Um auch den zusätzlichen Flugverkehr sicher und effizient abzuwickeln, wertet das WM-Koordinationsteam der Flugsicherung täglich die neuesten Erkenntnisse aus. Dabei fließen Informationen von der europäischen Verkehrsflussregelungs-zentrale (CFMU) in Brüssel, von Flughäfen, aber auch von Verkehrs-, Innen- und Verteidigungsministerium sowie von den zuständigen Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder zusammen. Als sinnvoll hat sich bereits die personelle Verstärkung der Fluglotsen in den Tagesrandzeiten erwiesen, da hier ein Großteil des zusätzlichen Flugverkehrs koordiniert werden muss. So konnte am vergangenen Mittwoch, den 21. Juni, das in diesem Jahr bislang höchste Tagesverkehrsaufkommen mit knapp 10.000 Flugbewegungen ohne Störungen und Verspätungen abgewickelt werden.

Nach wie vor gelten während der WM für den Sichtflugverkehr - dies sind insbesondere Privatflugzeuge, Sport- und Hobbyflieger - Einflugverbote rund um die Stadien. Drei Stunden vor und bis drei Stunden nach einem WM-Spiel gilt für Sichtflieger in einem Umkreis von 5,5 Kilometern (drei Seemeilen) um die Stadien und bis zu einer Höhe von 1.500 Metern ein absolutes Flugverbot. Dieses Flugverbot kann je nach Bedrohungslage auf einen Radius von bis zu 55 Kilometer (30 Seemeilen) und einer Höhe von 3.000 Meter ausgedehnt werden. Der normale Linien-, Charter- und Frachtflugverkehr ist von diesen Einschränkungen jedoch nicht betroffen.



Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.200 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr über drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.


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08.01.2009