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Langen, 17. Februar 2005 DFS: Saubere Auftragsvergabe bei Beratungsvertrag
Der Überprüfung eines Beratungsauftrags durch den Bundesrechnungshof sieht die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH gelassen entgegen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte den Prüfauftrag am Mittwoch beschlossen, nachdem ein Pressebericht moniert hatte, dass der Aufsichtsratsvorsitzende der DFS, Volker Hauff, zugleich dem europäischen Aufsichtsgremium des beauftragten Beratungsunternehmen Bearingpoint angehört. Die DFS hofft nun, dass der Bundesrechnungshof den Prüfauftrag auch annimmt. Denn sie möchte dokumentieren, dass die Auftragsvergabe nach den strengsten denkbaren Regeln abgelaufen ist. Falls erforderlich, wird die DFS den Vorgang von sich aus einer unabhängigen Vergabekammer zur Prüfung vorlegen. Der Auftrag zur Untersuchung von Einsparpotentialen in den Managementprozessen der DFS war im Spätherbst 2004 europaweit im Bundesanzeiger ausgeschriebenen worden. Insgesamt 39 Unternehmen legten danach ihre Vorstellungen dar und bewarben sich um den Auftrag. Nach Sichtung und Bewertung wurden elf Kandidaten aufgefordert, ein konkretes Angebot abzugeben. Diese Angebote wurden sodann erneut nach einem umfangreichen Katalog von Auswahlkriterien bewertet, die drei besten Anbieter sodann zur Präsentation eingeladen. Bei der fachlichen und kaufmännischen Bewertung dieser Präsentationen schnitten zwei Anbieter nahezu gleichwertig gut ab, wobei Bearingpoint am Ende deshalb den Zuschlag erhielt, weil deren Angebot signifikant preisgünstiger war als das des Mitbewerbers. Die DFS hat diesen Auswahlprozess von Anfang bis Ende umfänglich dokumentiert, gerade weil sie sich bewusst war, dass im Fall der Bewerbung einer Firma, die mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden verbunden ist, ganz besondere Sorgfalt verlangt werden muss. Auf der anderen Seite war den Angebotsprüfern der DFS auch klar, dass ein Beratungsunternehmen nicht deshalb benachteiligt werden kann, weil ein mit ihm verbundener Manager einen Teil seiner Kraft und seiner Zeit dem Aufsichtsgremium der DFS widmet. Aus Sicht der DFS ist das Ergebnis der Ausschreibung jedenfalls nicht überraschend. Die Beratungsfirma Bearingpoint gehört schließlich zu den renommiertesten Fachunternehmen Europas. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.200 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr über drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.
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| 08.01.2009 |
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