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Langen, 24. März 2005

DFS führt veränderte Taunus-Route und neues Anflugverfahren am Flughafen Frankfurt ein

Am 14. April 2005 treten am Flughafen Frankfurt Veränderungen in Kraft, die zum einen die Abflugroute über den Taunus und zum anderen das Anflugverfahren in der Nacht betreffen.

Die Abflugroute über den Taunus, die so genannte TABUM-Route, wird geringfügig in Richtung Westen verschoben. Die bei Westwind genutzte neue Abflugroute vom Frankfurter Flughafen verläuft zunächst, wie bisher, an Flörsheim, Wallau und der A3 entlang und später dann aber westlich an Schlossborn und Glashütten vorbei.

Neben dieser hauptsächlich genutzten so genannten „TABUM FOX-Route“ verschiebt sich auch der Ausflugpunkt für die relativ geringe Anzahl der schweren Flugzeuge (so genannte „TABUM GOLF-Route“) leicht nach Westen. Die mit dieser Streckenführung verbundene Streuung im ersten Streckensegment bleibt vorerst bestehen.

Der neue Routenverlauf ist das Ergebnis einer mehrjährigen Diskussion um die Fluglärmbelastung im Taunus. Streitpunkt waren die 2001 – in Folge der Optimierung der europäischen Luftraumstruktur – in Betrieb genommen bisherigen TABUM-Routen. Dagegen hatten vom Lärm Betroffene geklagt. Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Leipzig hatte die Klagen im Juni 2004 jedoch zurückgewiesen und die Routen als rechtmäßig erklärt. Auch die Topographie – so das Gericht – sei ausreichend berücksichtigt worden. Obwohl unter juristischen Gesichtspunkten eine weitere Optimierung der Route nicht nötig gewesen wäre, hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH die Abflugverfahren einer nochmaligen Überprüfung unterzogen. In Gesprächen mit der Fluglärmkommission waren die unterschiedlichen Varianten beraten worden. Letztendlich hat sich gezeigt, dass der Spielraum zur Entlastung einzelner Gegenden ohne Erzeugen neuer Betroffenheiten sehr gering ist. Die in aufwändigen Untersuchungen gefundene Lösung, die nun eingeführt wird, schöpft das geringe Optimierungspotential voll aus.

Die zweite Veränderung am Frankfurter Flughafen, die am 14. April in Kraft tritt, betrifft ein neues Anflugverfahren, das in der Nacht von 23 Uhr bis 5 Uhr für alle anfliegenden Luftfahrzeuge gilt.

Bei dem kontinuierlichen Sinkflugverfahren (Continuous Descent Approach, kurz CDA) werden die Luftfahrzeuge im kontinuierlichen Sinkflug aus 7000 Fuß (ca. 2300 m) auf das Instrumentenlandesystem am Flughafen geführt. Hierdurch sind geringere Triebwerksleistungen benötigt, weniger Lärm entsteht und die Bürger werden entlastet. Europaweit einmalig bei dem CDA-Verfahren am Frankfurter Flughafen ist die Kombination des kontinuierlichen Anfluges mit festgelegten Einflugpunkten. Lärmentlastungen sind somit 20 km bis 40 km vor dem Flughafen zu erwarten. Auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens am Tage ist ein solches Verfahren nur in der Nacht realisierbar.



Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.200 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr über drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.


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08.01.2009