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Langen, 25. Februar 2005 Der Luftverkehr boomt wieder - Sicherheit weiterhin auf hohem Niveau
Der Luftverkehr boomt wieder. Die aktuellen Zahlen stellte der Chef der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH am Freitag auf einer Pressekonferenz vor. Mit 2,7 Millionen Flügen im deutschen Luftraum wurde im vergangenen Jahr ein neuer Rekord aufgestellt. Noch nie gab es ein so hohes Verkehrsaufkommen im ohnehin verkehrsreichsten Land Europas. Mit einem Wachstum von 6,7 Prozent liegt Deutschland deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 4,8 Prozent im Jahr 2004. Die Anzahl der Luftfahrzeugannäherungen, ein Indikator für die Sicherheit im Flugverkehr, erreichte einen neuen Tiefstand. Sechs Vorfälle registrierte die unabhängige Expertenkommission APEG (Aircraft Proximity Evaluation Group) im vergangenen Jahr gegenüber acht im Vorjahr. Jeweils drei Vorfälle wurden der Kategorie A (akute Zusammenstoßgefahr) und B (Sicherheit nicht gewährleistet) zugeordnet. Insgesamt drei Vorfälle hatte die Flugsicherung zu verantworten. „Auch die Pünktlichkeitswerte, so der DFS-Chef, „können sich sehen lassen.“ Trotz des enorm gestiegenen Verkehrsaufkommens, konnte die Pünktlichkeit abermals verbessert werden. 96 Prozent aller Flüge konnten ihr Ziel ohne flugsicherungsbedingte Verzögerungen erreichen. „Im europäischen Vergleich“, so Kaden, „belegt die DFS damit einen Spitzenplatz.“ Von den 2,7 Millionen Flügen ist sowohl die Anzahl der Überflüge als auch die der Ein- und Ausflüge weiterhin angestiegen. Mit rund 900.000 nimmt die Zahl der Überflüge ein Drittel aller Flugbewegungen ein. Die Zahl der Einflüge nach und Ausflüge aus Deutschland beträgt knapp 1,4 Millionen und ist damit ebenfalls gestiegen. Die innerdeutschen Flüge hingegen haben abgenommen und zwar schon seit einigen Jahren. 1999 machten die Inlandsflüge mit 478.000 noch 19 Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens aus. 2004 betrug die Zahl nur noch 426.000 und hatte damit einen Anteil von 16 Prozent. Dieser Rückgang ist sicherlich zum Teil damit zu erklären, dass die Fluggesellschaften größere Flugzeuge einsetzen, denn die Zahl der Fluggäste ist mit 21.1 Millionen leicht gestiegen und erreichte annähernd den gleichen Wert wie im Jahr 2000 (21,5 Mio.). Alle 17 internationalen Flughäfen Deutschlands wuchsen im letzten Jahr um 4,5 Prozent und kamen auf annähernd zwei Millionen Flugbewegungen. Während Frankfurt mit 488.000 Starts und Landungen eine Steigerungsrate von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr erreichte, konnte München mit einem Plus von acht Prozent wesentlich deutlicher zulegen und kam als Nummer Zwei unter Deutschlands Airports auf 379.000 Starts und Landungen. Die Regionalflugplätze verlieren hingegen an Bedeutung. Sie kamen lediglich mit einem geringfügigen Plus von 0,6 Prozent auf 165.000 Flugbewegungen. Während die meisten Regionalflughäfen Einbußen hinnehmen mussten, stieg das Verkehrsaufkommen in erster Linie an den Flugplätzen Hahn und Karlsruhe/Baden Baden. Ursache hierfür sind die so genannten Billig-Airlines, die sich inzwischen einen Marktanteil von 14 Prozent erkämpft haben, Tendenz steigend. Ein starkes Wachstum im Luftverkehr kann durchaus als Vorbote für ein Wirtschaftswachstum gesehen werden. Wie eine langjährige Beobachtung zeigt, wurde das Wachstum im Luftverkehr meist von einem Anstieg des Wirtschaftswachstums im darauf folgenden Jahr begleitet. Mittelfristig rechnet die DFS mit einem Verkehrswachstum von 4,5 Prozent jährlich. Aufgrund der Entwicklung im Luftverkehr und aufgrund interner Sparmaßnahmen, konnte die DFS die Flugsicherungsgebühren deutlich senken. Und zwar um 20 Prozent auf der Strecke und um 28 Prozent im An- und Abflugbereich. Damit leistet die DFS ihren Beitrag zu weiterem Wachstum und sieht sich gut gerüstet für die bevorstehende Liberalisierung im Luftverkehr. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.200 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr über drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.
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| 08.01.2009 |
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