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Langen, 8. November 2004 Tarifstreit bei der DFS – neues Angebot
Mit einem erweiterten und präzisierten Angebot hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH heute einer erneuten Forderung des GdF e.V. (Gewerkschaft der Flugsicherung e.V.) entsprochen. Indem die DFS nunmehr der Forderung nach einer Einkommenserhöhung von 1,9 Prozent für die nächsten zwölf Monate folgt, versucht sie weiterhin, Schaden vom Luftverkehr in Deutschland und Europa abzuwenden. Ein solches Angebot hatte der GdF e.V. zuvor als „letzte Chance der DFS“ bezeichnet. Kernproblem dieser Verhandlungen ist aber keineswegs die eigentliche Vergütungsrunde, sondern die Forderung des GdF e.V. nach kompletter Rückkehr zu einem Tarifvertrag, der im Jahr 2002 galt. Dahinter verbergen sich 19 einzelne, teils ausgesprochen teure Forderungen, für die es nach den Worten des GdF e.V. „keinen Verhandlungsspielraum“ gibt. Die Vereinigung fordert von der DFS sogar ausdrücklich die Zustimmung zu einem „Grundkonsens“ bei der Rückkehr zu alten Tarifverträgen. Darauf kann sich die DFS nicht einlassen. Sie hat zwar zu etlichen der 19 Einzelforderungen Angebote unterbreitet, die den Forderungen komplett oder weitgehend entsprechen. Die DFS sieht sich aber nicht in der Lage, Tarifinstrumente aus der Hand zu geben, die für die Zukunft des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze von hoher Bedeutung sind. So möchte der GdF e.V. alle leistungsbezogenen Vergütungsanteile und solche, die vom Unternehmenserfolg abhängen, ersatzlos streichen. In einer Zeit, in der Leistungsanreize sogar in die Beamtenbesoldung aufgenommen werden, hält die DFS den Verzicht auf Instrumente zur flexiblen Unternehmenssteuerung für nicht vermittelbar und nicht vertretbar. Das Schreiben endet übrigens mit dem Hinweis, dass alle Angebote der DFS sofort ihre Gültigkeit verlieren, wenn es zu Maßnahmen kommen sollte, die den Luftverkehr und Dritte zu schädigen geeignet sind. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 9.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr nahezu drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower und Aeronautical Solutions.
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| 09.01.2009 |
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