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Langen, den 6. Dezember 2004

TABUM-Route wird leicht verändert - Abflugstrecke bekommt einen neuen Endpunkt

Die so genannte TABUM-Route wird geringfügig in Richtung Westen verschoben. Dies ist das Ergebnis der Untersuchungen durch die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH. Die neue Route wurde bereits mit dem Vorstand der Fluglärmkommission besprochen und wird Anfang nächsten Jahres in Betrieb gehen. Die bei Westwind genutzte neue Abflugroute vom Frankfurter Flughafen verläuft zunächst, wie bisher, an Flörsheim, Wallau und der A3 entlang und später dann aber westlich an Schlossborn und Glashütten vorbei. Nach Prüfung aller Möglichkeiten, den Wünschen der Bevölkerung entgegen zu kommen, hat sich die in aufwändigen Untersuchungen gefundene Lösung als bestmögliche herauskristallisiert.
Neben dieser hauptsächlich genutzten so genannten „TABUM FOX-Route“ verschiebt sich auch der Ausflugpunkt für die relativ wenige Anzahl der schweren Flugzeuge (so genannte „TABUM GOLF-Route“) leicht nach Westen. Die mit dieser Streckenführung verbundene Streuung im ersten Streckensegment bleibt vorerst bestehen.
Der angepasste Routenverlauf ist das Ergebnis einer mehrjährigen Diskussion um die Fluglärmbelastung im Taunus. Mit der in einer ausführlichen Abwägung erarbeiteten Lösung schöpft die DFS das geringe Optimierungspotential voll aus. In Gesprächen mit der Fluglärmkommission waren die unterschiedlichen Varianten beraten worden. Letztendlich hat sich gezeigt, dass der Spielraum zur Entlastung einzelner Gegenden ohne Erzeugen neuer Betroffenheiten sehr gering ist.
Die derzeitigen TABUM-Routen waren am 19. April 2001 in Folge einer Optimierung der europäischen Luftraumstruktur in Betrieb genommen worden.
Dagegen hatten vom Lärm Betroffene geklagt. Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Leipzig hatte die Klagen im Juni 2004 jedoch zurückgewiesen und die Routen als rechtmäßig erklärt. Auch die Topographie – so das Gericht – sei ausreichend berücksichtigt worden. Obwohl unter juristischen Gesichtspunkten eine weitere Optimierung der Route nicht nötig gewesen wäre, hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH die Abflugverfahren einer nochmaligen Überprüfung unterzogen, deren Ergebnis jetzt vorliegt.



Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 9.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr nahezu drei Millionen.
Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower und Aeronautical Solutions.


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09.01.2009

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