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Functional Airspace Block Europe Central (FABEC)
Im Moment gleicht der Luftraum über Europa einem Flickenteppich. 36 verschiedene Flugsicherungsorganisationen kontrollieren diesen Luftraum, jede Organisationen nutzt eine andere Technik und andere Flugverfahren. Das ist oft umständlich und verursacht hohe Kosten – denn die Flugzeuge können nicht auf der direkten Route fliegen, ihre Strecke orientiert sich oftmals an Landesgrenzen. Aber diese Struktur stößt zunehmend an ihre Grenzen. Der bis 2018 erwartete Verkehrszuwachs von rund sechs Millionen auf acht Millionen Flüge pro Jahr allein im FABEC-Luftraum wird ohne grundlegende Änderungen zu massiven Verspätungen, uneffizienten Streckenführungen, einem unnötigen Ausstoß von Schadstoffen und zu höheren Kosten führen. Dies gilt insbesondere für den hochfrequentierten Luftraum über Deutschland und den seiner Anrainerstaaten. Deshalb gilt es jetzt, keine Zeit zu verlieren: Die DFS sowie ihre zivilen und militarischen Partner aus Belgien, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz haben sich mit den Verkehrs- und Verteidigungsministerien zu einer Initiative zusammengetan, um einen funktionalen Luftraumblock (Functional Airspace Block, FAB) über dem Herzen von Europa (FAB Europe Central, FABEC) zu schaffen. Ein FAB ist ein Segment des Luftraums, das sich über mehrere Länder erstreckt, wobei die Staaten ihre jeweilige nationale Hoheit behalten. Die Größe dieses Blocks orientiert sich nicht wie bisher an den Landesgrenzen, sondern an den Hauptverkehrsströmen. Auch Technik und Flugverfahren sind darauf abgestimmt. Ziel ist es, den Flugverkehr auch künftig auf sichere, effektive und umweltfreundliche Weise zu kontrollieren – bei gleichzeitig sinkenden Kosten. Zum Vorteil aller, die den Luftraum nutzen, zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland und zur Ausbalancierung von Umweltbelastungen und Mobilitätsbedürfnissen. In einer Machbarkeitsstudie zeigen die DFS und ihre Partner, dass FABEC die Flugverkehrskontrolle in der Mitte Europas erheblich verbessern würde. Der Studie aus dem Sommer 2008 zufolge könnten mit FABEC 50 Prozent mehr Flugverkehr abgewickelt werden – auf einem gleich hohen Sicherheitsniveau wie heute. Außerdem würden Verspätungen vermieden und Emissionen reduziert. Eine Kosten-Nutzen-Analyse zeigte darüber hinaus, dass die Luftraumnutzer bis zum Jahr 2025 insgesamt sieben Milliarden Euro einsparen könnten.
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| 08.07.2010 |
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MEHR ZU FABEC
Sie möchten noch mehr über die FABEC-Initiative erfahren? Auf der offiziellen Webseite finden Sie ausführliche Informationen zur Machbarkeitsstudie, zu den Partnern und eine Liste von Ansprechpartner. |
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